Hürdensystem


Hürdensysteme sind tolle, innovative Trainingsgeräte, die sich vor allem für das Sprung, Sprint- Lauf und Koordinationstraining für Amateur- oder Leistungssportler eignen. Hürdensysteme lassen sich auch sehr gut für einen ersten Unterricht im Hürdenlauf im Schulsport einsetzen.


Hürdensysteme gibt es in verschiedenen Formen und unterschiedlichen Höhen – genau das prädestiniert sie sozusagen geradezu für den Einsatz im Schulsport.

Meist werden Hürdensysteme zu Übungszwecken in Form eines Parcours aufgebaut.


Unterschieden werden ihrer Höhe und Größe nach Minihürden, Kegelhürden und Sprungstangen.

Minihürden mit ca. 5 cm Höhe bestehen aus zwei flachen Markiertellern und einer aufgelegten Stange und bilden die niedrigsten Hürden des Hürdensystems.

Kegelhürden, bestehend aus zwei Kegeln und einer höhenverstellbaren Stange, sind für mittlere Sprunghöhen bis 30 cm gedacht und Sprungstangen bieten eine Sprunghöhe bis zu 1 Meter.


Alle Hürdensysteme sind speziell für den Trainingsplatz konzipiert und lassen sich daher bestens transportieren und schnell und leicht auf –und wieder abbauen.


Hürdensysteme bestehen grundsätzlich aus robustem, leuchtend farbigem Kunststoff, um gut sichtbar zu sein.


Einsatz von Hürdensystemen im Sportunterricht


Der Hürdenlauf gilt als eine leichtathletische Disziplin mit hohen technischen und koordinativen Anforderungen – für diesen Sport muss man sehr beweglich sein. Es besteht deswegen oft die Frage, inwieweit der Hürdenlauf in den Sportunterricht an Schulen überhaupt integriert werden kann und sollte.


Auf eventuelle Ängste von Schülern bezüglich des Hürdenlaufes sollte auf jeden Fall eingegangen werden.

Mit dem Einsatz verschiedener Hürdensysteme ist dies eigentlich überhaupt kein Problem mehr! Es kann mit einem Unterricht mit den Minihürden begonnen werden, da hier kaum Verletzungsgefahr besteht und alles sozusagen getestet werden kann.


Als Steigerung können die Kegelhürden in verschiedenen Höheneinstellungen verwendet werden und schließlich das Sprungstangensystem für „Profis“!


Der Hürdenlauf kann, wenn er auf die richtige Art und Weise in den Sportunterricht eingeführt wird, sehr viel Spaß machen.


Eine ideale Vorbereitung auf den Hürdenlauf sind Übungen zur Beweglichkeit und Koordination.


Folgendes ist beim Hürdenlauf im Schulsport zu beachten:

Unabhängig davon, welche Form der Hürde benutzt wird sollten



Außerdem sollten zu Beginn im Unterricht Tests durchgeführt werden und entsprechend für verschiedene Anforderungen der Schüler verschiedene Parcours aufgebaut werden mit entsprechend verschiedenen Hürdenhöhen und Abständen.

Im Laufe des Trainings sollten Höhe und Hürdenabstand langsam gesteigert und variiert werden.


Zur technischen Seite des Hürdenlaufes


Wurde der Unterricht eine Weile durchgeführt kann auch die Technik nach und nach immer wieder hier und da korrigiert werden.


Allgemein gilt, dass ist eine flache Kurve des Körperschwerpunktes von Bedeutung ist. Das heißt, dass der Abstoß relativ weit vor der Hürde erfolgen muss, wobei der Rumpf vorgebeugt ist.


Ablauf der Hürdenüberquerung:

Schwungbein bis zur Streckung; Vorbringen des Gegenarms (anderer Arm bleibt passiv am Körper) und weite Rumpfvorbeugung. Das Nachziehbein bleibt zunächst zurück und wird dann schnell seitlich abspreizend nach vorn gezogen. Das Schwungbein wird dabei aktiv nach unten bewegt.


Ablauf der Landung

Landung auf dem Fußballen; intensives Vorschwingen des Nachziehbeins für den ersten Laufschritt (Unterstützung durch starken Armeinsatz)


Ablauf des Abstoßes

Stark gebeugtes Schwungbein schwingt schnell aufwärts-vorwärts.